Die nördlichen Graslande

Die nördlichen Graslande

"Ist das nicht herrlich, Freund? Das Gras und die sanften Hügel, sind sie nicht wie Dünen in einem tiefgrünen Ozean? Und wenn das ein Ozean ist, sind wir die Piraten, die ihn befahren! Reitet, ihr Wölfe, und lauscht im Donnern der Hufe dem Schlachtruf der Götter!" Bhangi Khan

In den nördlichen Graslanden Khitais mit ihrem endlosen Horizont und den scheinbar nie endenden Ebenen erwarten den Besucher neben atemberaubenden Ausblicken auch tödliche Feinde. Die Graslande heißen die Spieler willkommen, sobald diese ihren Weg durch die Große Mauer gefunden haben, die Khitai umgibt. Nachdem sie im Gebiet "Tor nach Khitai" die Große Mauer durchquert haben, sind die Graslande das zweite Gebiet, das die Spieler in Khitai erkunden können.

Ein idyllischer Beginn

Die nördlichen Graslande bestehen in erster Linie aus zwei fruchtbaren Grasebenen, die nach Norden mehr und mehr versteppen und an der nördlichen Grenze der Region schließlich in eine lebensfeindliche Wüste übergehen. Während der Nordwesten des Spielfeldes von der Großen Mauer beherrscht wird, grenzen die Graslande im Westen an das Tor nach Khitai. Und während im Südosten der Wald der erhabenen Schwermut im Dämmerlicht seiner Geheimnisse liegt, endet das Spielfeld im Osten abrupt am Steilhang von Khitai.

Entlang der Großen Mauer halten die kaiserlichen Truppen ein ausgedehntes Gebiet besetzt. Die Soldaten und ihre Verwaltung sind inzwischen ein fester Bestandteil der Region, obwohl die Toleranz der Einheimischen meist von der Persönlichkeit des jeweiligen Anführers abhängt. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass Soldaten die Töchter der örtlichen Bauern heiraten, um sich in den Graslanden niederzulassen oder mit ihnen in das Herz des Reiches zurückzukehren. Die Bewohner der Graslande halten viele alte Bräuche und Traditionen aufrecht. Sie zollen ihren Göttern an den über das Land verstreuten Schreinen Tribut oder betrinken sich, um anschließend schlafende Kühe umzuwerfen. 

Nicht immer ist das Gras grüner

Seit einigen Jahren werden die Graslande von plündernden Banditen heimgesucht, die in den weiten Steppen Jagd auf leichte Beute machen. Die Letzte Legion, also jene Armee, die die Mauer und das Reich beschützen soll, wird von einem korrupten Mauerverweser befehligt, der ihre Mittel für seine persönlichen Vergnügungen verschwendet. Nicht zuletzt deshalb haben viele ehemalige Soldaten ihre Posten an der Mauer verlassen, um zu ihren Familien in den Osten zurückzukehren oder sich den Banditen anzuschließen, die die Graslande heimsuchen. So kommt es zu zahllosen blutigen Auseinandersetzungen, wenn sich einstige Nachbarn oder Verwandte gegenseitig berauben oder töten. Und je schwächer die Große Mauer wird, desto mehr seltsame Fremde aus dem Westen strömen in das Land.

"Durch die Einführung von Gewalt und Krieg in einer so friedlichen Region führen wir den Spielern vor Augen, welche Auswirkungen der Missbrauch von Macht auf ein Land und seine Bewohner tatsächlich hat", sagt Joel Bylos, Lead Designer der Rise of the Godslayer-Erweiterung. "Die nördlichen Graslande sind geprägt von einer Kombination aus Gelassenheit und Krieg, die den Spielern vor der Kulisse einer steppenartigen Umgebung einige einzigartige Erlebnisse bescheren wird. In dieser Region haben die Gruppierungen beträchtlichen Einfluss auf das Spielerlebnis, da die verfeindeten Gruppen die Lager der Spieler durch unterschiedliche Quests spalten werden."

Die Spieler werden die Weite der nördlichen Graslande mit Sicherheit beeindruckend finden. Dank der modernen Grafikengine von Age of Conan konnten die Entwickler eines der bislang offensten Gebiete des Spiels erschaffen. Da das Land bis an den Horizont reicht, dürfte es für die Spieler eine enorme Herausforderung sein, es ohne ein entsprechendes Reittier zu bereisen. Außerdem halten die nördlichen Graslande natürlich verschiedene Queststränge und Nebenquests für die Spieler bereit.

Die Gruppierungen der nördlichen Graslande

Die Gruppierungen in den Graslanden werden von ihrer eigenen Gier getrieben und konnten ihren Einfluss – von den kaiserlichen Truppen unbehelligt – mehr und mehr ausweiten. Bhangi Khans Steppenwölfe ziehen plündernd durch das Land und überfallen die wenigen Dörfer, die noch immer verzweifelt versuchen, entlang der alten Reichsstraße zu überleben. Die Wölfe nehmen jeden noch so niederträchtigen Schurken in ihre Reihen auf und suhlen sich mittlerweile in ihrer eigenen Dekadenz.

Die Hyrkanier hat die Suche nach dem berüchtigten Bhangi Khan in die nördlichen Graslande geführt, den sie unbarmherzig jagen, seit er nach der Ermordung der schwangeren Frau eines Clanführers verbannt wurde. Spieler, die sich den Hyrkaniern anschließen, werden rasch erkennen, dass es schwierig ist, ihr Vertrauen zu gewinnen. Dafür sind die Fähigkeiten, die sie diese vortrefflichen Reiter lehren können, von unschätzbarem Wert.

Die Gelben Priester von Yun erforschen die Eigenschaften einer neuen Lotusart, die sie im Wald der erhabenen Schwermut entdeckt haben. Da sich die Wirkung des Lotus allerdings der Kontrolle durch ihre rituelle Magie entziehen könnten, haben sie sich darauf verlegt, ihre Mixturen an den Bewohnern von Chow zu testen. Und die Kinder von Yag-kosha müssen hilflos mit ansehen, wie die Bewohner von Chow von Tag zu Tag kränker werden, weil ihre weiße Magie vollkommen wirkungslos zu sein scheint.

Der Scharlachzirkel hat es sich zum Ziel gesetzt, ein Geschenk für den Kaiser zu errichten: einen gewaltigen Steingolem, der nach dem Vorbild des Gottkaisers erschaffen und diesem geweiht wird. Ihre Arbeit wird allerdings durch die Wölfe und Hyrkanier behindert, die ihrerseits um die Kontrolle über den Steinbruch kämpfen. Gleichzeitig müht sich die Letzte Legion, die Region davor zu bewahren, ins Chaos zu stürzen. Sie muss die Mauer reparieren, die Reichsstraße instand halten und ihre Posten gegen die Hyrkanier im Westen besetzen. Dabei wird sie allerdings ständig von Po-sha, dem Mauerverweser, behindert, der die Mittel des Reiches für seine eigenen dekadenten Bedürfnisse vergeudet.

Die Spieler können sich diesen Gruppierungen anschließen, verschiedene Quests annehmen und sich die entsprechenden Belohnungen sichern. Es kann enorm aufregend sein, in die Politik der Region verstrickt zu werden, und ihr werdet euch mehr als einmal auf einer Quest für eine Gruppierung wiederfinden, während der ihr auf andere Spieler trefft, die gerade eine Quest für eine rivalisierende Gruppe erfüllen. Und dies wird mit Sicherheit zu einigen interessanten PvP-Situationen führen.

Pfeiler des Himmels

Bhangi Khan hat sein Lager im trockenen Nordosten der Region aufgeschlagen. Seine Festung in einem verlassenen Tempel, der "Die Pfeiler des Himmels" genannt wird, ist einer der großen neuen Dungeons der Erweiterung. Die Pfeiler des Himmels wurden in grauer Vorzeit aus dem Fels des Steilhangs von Khitai geschlagen. Es existieren keinerlei Aufzeichnungen darüber, wer oder was für den Bau verantwortlich war, aber die eingemeißelten Darstellungen zyklopischer Landschaften reichen aus, um selbst den erfahrensten Abenteurern das Blut in den Adern gefrieren zu lassen.Nachdem das Bauwerk jahrhundertelang verlassen war, sind die einstigen Brücken, die es mit dem Hang verbanden, inzwischen eingestürzt. Bhangi Khans Männer haben allerdings neue Brücken gebaut und nutzen den Tempel mittlerweile als Hauptquartier. In den Pfeilern selbst zu leben, ist natürlich ein Privileg, das nur der Elite unter Bhangi Khans Männern zuteilwird. Da das Bauwerk aufgrund seiner natürlichen Beschaffenheit perfekt zu verteidigen ist, hat Bhangi Khan keinerlei Anstalten gemacht, die Pfeiler zu befestigen. Schließlich könnte keine Armee der Welt jemals darauf hoffen, sie einzunehmen. Allerdings könnte eine kleine Gruppe von Spielern Erfolg haben, wo eine Armee scheitert.

Bhangi Khan hat seine stärksten Leutnants bei den Pfeilern zusammengezogen und plant möglicherweise einen Großangriff auf die Grenzstadt Pin-Pin.

Ming das Messer, eine betörende Khitai mit langem schwarzem Haar und braunen Augen, ist Bhangi Khans oberste Assassinin. Sie hat das Handwerk von ihrem Vater erlernt, der als einer der besten Assassinen Khitais galt, bevor er vor 15 Jahren bei einem Mordanschlag auf Po-sha getötet wurde. Da Ming über die Wolfshöhle wacht, werden die Spieler all ihre Raffinesse brauchen, um an dem Wolfsrudel vorbeizukommen, das ihr dient.

Bevor sie auf Bhangi Khan treffen, müssen sich die Spieler ferner mit I-po, dem Meister der Fledermäuse, auseinandersetzen. Da seine Fledermäuse für ihn kämpfen, kann sich I-po selbst darauf konzentrieren, Bezauberungen auf die Spieler zu wirken, die diese zwingen, sich vom Rand der Klippen in den Tod zu stürzen.

Bhangi Khans Festung in den nördlichen Graslanden ist einer der aufregendsten Dungeons der Erweiterung. Während sich ihr Eingang im nordöstlichen Winkel der Graslande befindet, liegt die Festung selbst an einem Felsvorsprung unweit der Grenze zu Chosain. Bevor die Spieler Bhangi Khan selbst gegenübertreten dürfen, müssen sie mehrere Endgegner besiegen und ihre Gruppe aufteilen, um knifflige Rätsel zu lösen.