Die Provinz Chosain

Die Provinz Chosain

"Es gab einige kleine, hässliche Scharmützel, als die Adeligen versuchten, ihre Ländereien auf Kosten ihrer Nachbarn zu erweitern. Als zwischen Gun Hai im Norden und Gun Xiu im Süden eine gewaltige Schlacht entbrannte, wurde Chosain zum Kriegsgebiet. Shaulun, die einstige Stadt der Gelehrten, ist zu einem Sammelpunkt für Söldner geworden, und beide Städte bemühen sich, diese zu rekrutieren. Shaulun wurde zu einem neutralen Territorium, in dem die Söldner ihren Sold für Huren und Trinkgelage ausgeben können. Die Gelehrten, die einst über die Stadt herrschten, fristen nun ein trauriges Dasein als Bettler." Unbekannter Gelehrter

Die Provinz Chosain ist eine der vielen neuen Regionen, die Age of Conan mit der kommenden Erweiterung Rise of the Godslayer hinzugefügt werden. Werfen wir nun einen Blick auf das, was die Spieler auf ihrer Reise in dieses fremdartige neue Land erwartet, das von der Kultur, den Menschen und der Geografie des Ostens beeinflusst ist.

Ein neues Land

Die in Khitai gelegene, kriegsgebeutelte, Provinz Chosain ist ein prachtvolles Abbild der alten Kulturen des fernen Ostens. Das von Vulkanen, Reisfeldern und sanft ansteigenden Hügeln geprägte Land ist eine der weitläufigsten und malerischsten Gegenden in Age of Conan, von deren Anhöhen man bis in andere Regionen sehen kann. Bei all ihrer Schönheit leidet diese Welt jedoch unter der Grausamkeit der Menschen, die ganze Landstriche verwüstet haben. Verbrannte Erde, mächtige Belagerungsmaschinen und Kriege haben einen Teil der Provinz möglicherweise für alle Zeiten gezeichnet.

Chosain kommt dem Ackerland im Norden zwar an Schönheit und Beständigkeit gleich, doch die Provinz ist von den ständigen Kämpfen gezeichnet und lässt die Entwicklung vermissen, die nötig wäre, um ihren ehemaligen Reichtum wiederherzustellen. Ihre Städte quellen über von Söldnern und sind geprägt von der Kultur der Gewalt und des Krieges, die diese begleitet. Abhängig von früheren Handlungen der Spieler wird Chosain die dritte oder vierte Region sein, die diese entdecken. Conan ist hier kein Unbekannter, wenngleich man ihn möglicherweise nicht aus den richtigen Gründen kennt.

"Bei der Gestaltung Chosains haben wir uns einerseits auf die Schaffung einer offenen Landschaft konzentriert, während wir den Spielern andererseits eine nahezu nahtlose Region präsentieren wollten, von deren Grenzen sie bis in andere spielbare Regionen blicken können", sagt Joel Bylos, Lead Designer der Rise of the Godslayer-Erweiterung. "Die Kombination aus der Einzigartigkeit des Spielfeldes und den unkomplizierten Reisemöglichkeiten in andere Spielfelder hat uns vor einige spannende Design-Herausforderungen gestellt, und wir haben unser Bestes getan, um die hohen Erwartungen unserer Spieler zu erfüllen."

Chosain ist ein vielseitiges Land. Die Spieler werden atemberaubende Gebiete mit sanften Hügeln, Vulkankegeln und vom Krieg verwüsteten Landstrichen bereisen und dabei die Möglichkeit erhalten, in weitläufigen Gebieten an den gewaltigen Schlachten der Kriegsparteien teilzunehmen. Unabhängig davon, für welche Gruppierung sie sich entscheiden, werden die Spieler zahlreiche Quests und Handlungsstränge erleben, die von einfachen Botengängen bis hin zu komplexen und tödlichen Mordaufträgen reichen.

In einer Quest muss sich der Spieler beispielsweise durch ein Haus voller Schläger kämpfen, um ihren Anführer zu enthaupten, nur um dann festzustellen, dass auch andere Gruppierungen diese Mission verfolgen. In einer andere Questreihe macht sich der Spieler auf die Suche nach der seltenen Fuchsschwanzlilie, um einen Dämon zu vergiften, ohne dass dieser den Geruch von giftigem, brennendem Lotus wahrnimmt. Dies sind nur zwei der zahlreichen neuen Quests der Erweiterung.

Am Rande des Krieges

"Ihr könnt den Rauch riechen, obwohl Ihr ihn von hier nicht seht. Ich weiß nicht, was da brennt ... und ich will es auch nicht wissen. Nehmt meinen Rat an und geht nicht dorthin, Fremder. In diesen dunklen Zeiten kann Rauch nur eines bedeuten: Ärger." Dan-zu, ehemaliger Soldat.

In Chosain gibt es zwei große Städte: Gun Hai im Norden und Gun Xiu im Süden. Sie stehen unter der unbarmherzigen Herrschaft der Kriegsherren Yun Rau und Min Cho und sind heute mehr denn je von Söldnern abhängig. Der andauernde Konflikt wird außerdem durch unsichtbare Kräfte von außerhalb angeheizt, die ebenfalls Einfluss auf die Provinz nehmen. Plötzlich drängt jeder Narr, der ein Schwert auch nur halten kann, in die Provinz und versucht, sich einer der beiden verfeindeten Parteien anzuschließen. Die Aussicht auf Jade, Ländereien und Titel hat Krieger sämtlicher Gesellschaftsschichten aus allen Winkeln der Welt angelockt.

Während die einst prächtige Stadt Shaulun mehr und mehr zum Aufmarschplatz für Söldner verkommt, werden die Gelehrten, die dort einst die Lehren der Mondgöttin Cheng-ho studierten, gezwungen, Gun Hai zu dienen. Spätestens seit sich im Süden blutrünstige Söldner, die sich selbst Tamarins Tiger nennen, auf die Seite von Gun Xiu geschlagen haben, wissen beide Kriegsherren, dass eine entscheidende Schlacht unvermeidlich ist.

Es gibt in Chosain ein riesiges, offenes Schlachtfeld, auf dem die verfeindeten Seiten ständig gegeneinander kämpfen. Die Spieler können sich dorthin begeben, um für eine der beiden Seiten in die Schlacht zu ziehen.

"Die Handlung der Erweiterung erzählt die Geschichte eines Reiches, das ins Chaos stürzt", sagt Bylos. "Die Provinz Chosain wird vom Krieg beherrscht, und die Menschheit zeigt ihre abstoßendste Seite. Am östlichen Rand des Spielfeldes führt die einst so prächtige Reichsstraße noch immer nach Osten in das Herz des Reiches. Heute ist die Straße allerdings von Ranken und Unkraut überwuchert und niemand wagt es noch, auf diesem Weg zu reisen. Warum? Weil er geradewegs in das Zentrum der Dunkelheit führt."

Die Wesen Chosains

In Chosain lebt eine Vielzahl verschiedener Wesen, wie die robusten Kappas oder die fliegenden Kinder von Jhil. Darüber hinaus gibt es eine blühende, artenreiche Tierwelt, und selbst der friedliche Wasserbüffel kann aggressiv werden, wenn seine Jungen bedroht werden. Die Spieler sind gezwungen, bei der Jagd auf einige dieser Tiere klug zu agieren. Eine Gruppenaktion kann dazu führen, dass ein Schwarm der ansonsten aggressiven Feuervögel den Kopf buchstäblich in den Sand steckt und zur leichten Beute wird, wenn die Tiere sehen, wie ihre Gefährten einigen perfekt gezielten Pfeilen zum Opfer fallen.

Kappa

Über den Ursprung des in Feuchtgebieten heimischen Kappa ist nur wenig bekannt. Doch egal, ob er nun eine prähistorische Bestie ist, oder ein gewöhnliches Tier, das durch dunkle Magie verändert wurde, eines ist sicher: Kappas sind stark, aggressiv und können sich hervorragend verteidigen. Ihr Panzer ist robust wie ein Fels, und sie sind dafür berüchtigt, sich in hohem Sumpfgras zu verstecken, um jede mögliche Bedrohung aus dem Hinterhalt anzugreifen. Als Herrscher über die Sümpfe eilen den Kappas auch andere Sumpfkreaturen zu Hilfe, wenn sie sich bedroht fühlen. Kappas legen Eier, die von Adeligen als exotische Köstlichkeit geschätzt werden.

Kinder von Jhil

Diese auch als "Krähenmenschen" bekannten Flugwesen nennen sich selbst die Kinder von Jhil. Sie glauben daran, dass sie von dem Gott Jhil erschaffen und von Jhebbal Sag mit Intelligenz gesegnet wurden. Die Krähenmenschen leben in den Höhlen und Vulkanlandschaften Chosains und sind bei den Einheimischen gefürchtet. Sie legen ihre Eier an hoch gelegenen Orten und greifen zur Verteidigung ihrer Nistplätze jeden an, der versucht, auf der Suche nach Schätzen in ihre Nistgebiete einzudringen.

Geistfeuer

Nicht immer finden die Seelen der Reisenden, die in den Sümpfen und Marschen Khitais sterben, ihren Weg in die Unterwelt. Sie bleiben stattdessen auf dieser Existenzebene gefangen und existieren fortan als Irrlichter bzw. Geistfeuer, die als heimtückische Lichter ahnungslose Reisende in den Tod locken. Geistfeuer fliehen normalerweise aus einem Kampf, locken ihre Beute immer tiefer in die Sümpfe und verlassen sich dann darauf, dass ihre Verfolger dort von den stärkeren Bewohnern dieser dunklen Orte getötet werden. Nach ihrem Tod werden die Seelen der Opfer eines Geistfeuers zu dessen Dienern, die dazu gezwungen sind, dem Willen ihres geisterhaften Meisters zu gehorchen. Dieser bedient sich ihrer, um weitere Reisende ins Verderben zu locken und seine Sammlung verlorener Seelen zu erweitern.