Rise of the Godslayer - Kara-Korum

Rise of the Godslayer - Kara-Korum

Im Lande Khitai ist längst nicht alles, wie es scheint. Die üppige Vegetation der nördlichen Graslande steht im krassen Gegensatz zu den lebensfeindlichen Ebenen der Kara-Korum-Wüste, die von Magie und unsagbaren Schrecken beherrscht wird. Spieler, die sich in diese Provinz wagen, müssen nicht nur gegen tödliche Monster, sondern mit dem Land selbst kämpfen.

"Etwas Böses lauert in der Wüste, etwas, das alles und jeden verdirbt. Der Legende nach ist der Schwarze Krater der Schorf einer Wunde, aus der das Böse wie Eiter in die Welt sickert und diese vergiftet. Habt Ihr die Menschen gesehen, leichenblass, wie sie sind, die umherwanken, wie zerbrochene Puppen? Habt Ihr die Bäume gesehen, die Bergen gleichen? Habt Ihr die Kinder gesehen, die Jagd auf das warme Fleisch der Lebenden machen? Sogar die Natur selbst wurde pervertiert. Dort draußen lauert etwas unsagbar Böses, das man besser alleine lassen sollte."Fischer in Kara-Korum

Ein Ort voller Schrecken und Wunder, ein Ort zum Sterben

Klettert auf Bäume, die Bergen gleichen. Lauscht der ohrenbetäubenden Stille der schwarzgläsernen Statuen, deren stumme Schreie von den Mauern des Obsidiantempels widerhallen. Besucht die Dörfer, in denen sich der Wahnsinn ausbreitet wie eine Seuche. Das Gleichgewicht ist aus den Fugen geraten, verdorben durch den Krater im Zentrum dieser Region. Der Großteil des Spielfeldes besteht aus felsigen Böden, Klippen und Bergen.

Der Krater ist eine Wunde, aus der die Verderbnis sickert wie ein eitriger Hauch, der das Land durchdringt, ein Albtraum, der die Gesetze der Natur verdreht, der Menschen in Monster und Vernunft in Wahnsinn verwandelt. 25 Jahre ist es her, seit der Krater eine Woge von Teufeln ausspie wie die Kloake eines Dämons. Yah Chiengs erste Amtshandlung als Gottkaiser war es, etwas aus dem Krater auszugraben, etwas Geheimes, etwas, das er zurück nach Paikang brachte. Obwohl er im nordöstlichsten Winkel Kara-Korums liegt, ist der Krater das Zentrum aller Mysterien: der jüngsten Woge der Magie, Yag-kosha, der Verderbten, des Mandats, des dunklen Geheimnisses des Kaisers ...

Zwischen den beiden Armen des Gelben Flusses an dessen Delta am Rande der Kara-Korum-Wüste thront ein Dorf auf den nackten Felsen. Obwohl es im Dorf bis heute einige Fischer und Händler gibt, leben seine Bewohner inzwischen vor allem davon, die Leichen der Narren zu fleddern, die sich in die Wüste wagen. Es ist ein einfaches Dorf und der Einfallsreichtum seiner Bewohner zeigt sich allein in ihrer Arbeit am Obsidiantempel. Während sie die siechenden Verderbten der Wüste bekämpfen, ignorieren sie standhaft, dass die Verderbnis auch vor ihnen nicht haltmacht.

Der ewige Scheiterhaufen

"Wann immer wir in Fengdu einen Verderbten töten, werfen wir seine Leiche auf den Scheiterhaufen. Ich weiß nicht, wie viele Verderbte wir schon verbrannt haben, aber das Feuer brennt Tag und Nacht. Sie riechen nach Schwefel, Galle und platzenden Maden. Man kann die Verderbten töten, aber ein Entkommen gibt es nicht. Der Rauch und ihre stinkende Asche sind überall; an Euren Kleidern, in Eurem Haar, unter Euren Fingernägeln, in Eurem Essen, in Euren Lungen. Tag und Nacht spürt Ihr sie, riecht Ihr sie, schmeckt Ihr sie, verschluckt Ihr Euch an ihnen. Ihr erbrecht Euch, aber sie sind immer noch da." Dorfbewohner in Fengdu

Tag und Nacht wird das Dorf von einem Feuer erhellt, das von den Leibern der Verderbten genährt wird. Und obwohl die Männer und Frauen hier das Leben über alles schätzen, nehmen sie es doch so vielen. Jeder Verderbte, der sich in die Nähe des Dorfes wagt, wird von ihnen zu Tode gehetzt und in das Feuer geworfen. Und Verderbte gibt es in dieser Gegend mehr als genug.

Einst war das Dorf ein Handelspunkt, doch seit die Verderbten unter der Sonne wandeln, ist es ein weit düsterer Ort. In den Augen der Dorfbewohner ist es jedoch bis heute ein Ort der Verehrung ... und die Verbrennung der Leblosen ist zum Ritual ihres Glaubens geworden.

Tal der Riesen

Aus dem Krater ergießt sich ein verderbter Fluss wie Eiter aus einer schmutzigen Wunde. Aus dem Fluss zweigt ein Bach ab, der im Tal der Riesen schließlich in einen kleinen See mündet. Dieser war einst eine Oase, doch auch er fiel der Verderbnis anheim. Zwar gibt es in der Oase bis heute Bäume und einige Tiere, aber sie haben sich verändert. Sie sind gewachsen. In der Pflanzenwelt nennt man dieses Phänomen Riesenwuchs, doch in diesem Tal haben die Tiere und Pflanzen bizarre, ja furchterregende und doch wunderbare Ausmaße angenommen. Bäume so hoch wie Berge, Bestien, die so gewaltig sind, dass selbst Conan das Blut in den Adern gefrieren würde.

Sämtliche Bäume, Sträucher und anderen Pflanzen in dieser Gegend sind riesig und um ein Vielfaches größer als normal. Und irgendwie sind sie beunruhigend. Sieht dieser Ast nicht aus wie der Arm eines Menschen, der da aus dem Stamm ragt? Erweckt dieser Baumstumpf nicht den Eindruck eines grinsenden Schlundes?

Aber auch die Tiere hier sind riesig. Wer ihnen begegnet, erschaudert. Wer sich mit ihnen misst, führt einen verzweifelten Kampf auf Leben und Tod. Gleichzeitig ist das Tal mit seiner Oase aber auch ein wunderbarer Ort, dessen wundersame Bäume und fantastischen Kreaturen einen atemberaubenden Kontrast zum ewigen Sand der Wüste bilden.

Der Taumel

Die Veteranen erzählen die Geschichte des Taumels ... zitternd und nur nach einem kräftigen Schluck Brandwein. 25 Jahre ist es nun her, seit der Schwarze Krater ein Meer von Schrecken ausspie ... Kreaturen aus der Ältesten Nacht, groteske Wesen, Monster, die niemand zu beschreiben vermag, denn die Vorstellungskraft der Sterblichen – und das ist eine Gnade – hat Grenzen.

Die kaiserliche Armee vermochte den Bestien nicht zu trotzen, doch die Macht der Magie wendete das Blatt. Das Mandat war es, das den Scholaren und Magiern ihre Stärke verlieh. Dort, auf dem Fluss, wurde die letzte Schlacht geschlagen. Die khitanische Infanterie kämpfte verbissen, während ihre magiebegabten Verbündeten den dämonischen Heerscharen Flammen und Blitze entgegenschleuderten. Und am Ende flohen die Monster.Aber seit jenem Tag ... kriecht das Böse aus dem schwarzen Sand der Kara-Korum.