Khemi

Auf den Klippen an der Mündung des Styx zeichnen sich Khemis schwarze Mauern und Zitadellen vor dem Horizont ab. Khemi ist Hauptsitz des Priestertums Stygiens und damit wahrscheinlich die mächtigste Stadt dieser Nation.

Khemi

Auf den Klippen an der Mündung des Styx zeichnen sich Khemis schwarze Mauern und Zitadellen vor dem Horizont ab. Khemi ist Hauptsitz des Priestertums Stygiens und damit wahrscheinlich die mächtigste Stadt dieser Nation.

Obwohl Khemi eine der wichtigsten Hafenstädte des Schlangenreiches ist, so findet man doch keine allzu grosse Flotte in den Häfen Khemis vor. Da nur wenige es überhaupt wagen würden Stygien vom Meer aus zu bekriegen geschweige denn überhaupt anzugreifen, ist solche eine Vorsichtsmassnahme für Khemi einfach nicht notwendig. Die starken Bindungen der Stygier an den Schlangengott Set sind furchteinflössend genug um sogar solche Individuen fernzuhalten, welche sich gerne mit dem Schicksal einlassen. Nicht ohne Grund sind die Priester des Schlangenkultes die gefürchtetsten Personen des Reiches.

In der Stadt selber findet man überall burg- und zitadellähnliche Anwesen der vornehmen Bevölkerung, zum Teil noch bewohnt, aber auch häufig dem Verfall überlassen. Doch über all diesen Zitadellen, Türmen und Mauern schwebt der Schatten der gigantischen schwarzen Pyramide Khemis. In ihr sollen, laut Gerüchten, die Gebeine Sets persönlich aufbewahrt werden.Es mag einen grossen Aufwand darstellen, eine solch kühne Behauptung aufzustellen, doch da in Khemi Schlangen durch das Gesetz geschützt werden, ja es sogar bei Todesstrafe verboten ist diese auch nur anzurühren, tummeln sich in den Strassen und Gassen zahlreiche der kaltblütigen Artgenossen. In allen Farben, Formen und Grössen tauchen diese geschuppten Monster des Nachts aus ihren Verstecken auf. Zu dieser Zeit scheinen die Schatten Khemis zu leben und Schreie des Todes hallen zu durch die Gassen der Stadt.

Khemi ist nicht leicht für Seefahrende zu erreichen, da die Stadt Ozeanreisenden meist vorerst versperrt bleibt. Dafür sorgt der Inselhafen Akhet oder die Insel Tortoise. Sie stellen natürliche Barrieren dar um die "heiligen Bereiche" der Stadt vor ungläubigen Fremden zu schützen. So ist es kaum verwunderlich, bei solch Feindseligkeit, das Fremde häufig kaum mehr als den Hafen Akhet vor Khemi zu Gesicht bekommen.

Ja sogar innerhalb der Stadtmauern gibt es Bereiche, welche nicht von jedermann beschritten werden dürfen. Denn Stygien ist ein Land sozialer Kasten, welche ein Gesellschaftssystem etabliert haben, das schlimmer ist als die natürliche Auslese mancher Wüstenhyänen. Gebiete wie das "Horn" zum Beispiel, werden von der stygischen Priesterschaft beherrscht. Diese Schicht herrscht unangefochten über die dort befindlichen Tempel, Gärten und Monumente. Nur die gläubigsten Schüler Sets dürfen hier ihrem Gott huldigen und die, welche nicht durch dessen Gabe erwählt wurden, dürfen nicht einmal den heiligen Boden dieses Ortes betreten.

Dann gibt es da auch noch den Distrikt Odji, ein gefährlicher Ort, ein Sklavenmarkt auf dem Menschen verschiedenster Herkunft verkauft und gekauft werden. Es ist ein dunkler Ort, voller enger, Sonnensegel behangener, Gassen, an dem das Tageslicht scheinbar vergebens gegen die Dunkelheit ankämpft. Odji ist ein Ort des Todes, ja sogar nicht nur für die, welche ihn in Ketten und Käfigen erreichen.

Er liegt recht nahe des Hafenviertels und so dürfen sogar einige ausgewählte Händler hier ihr Glück versuchen oder ihr Unglück finden. Man könnte sagen, hier kann man den Handel seines Lebens abschliessen, oder gleich selbiges auf's Spiel setzen.