Stygien

Als Geburtsstätte und Glaubenshochburg des Schlangenkultes Sets - dem dunklen Schlangengott - mag Stygien als die berüchtigste Nation des Hyborischen Reiches gelten.

Stygien

Als Geburtsstätte und Glaubenshochburg des Schlangenkultes Sets - dem dunklen Schlangengott - mag Stygien als die berüchtigste Nation des Hyborischen Reiches gelten. Das ganze Königreich wird von dessen Priesterschaft regiert und derjenige welcher sich des höchsten Amtes rühmen darf, hat wohl auch die Fäden des Königreiches in der Hand. Die Macht der Anhängerschaft Sets ist von den westlichen Küsten bis hin zu den Ufern des Styx einfach überwältigend. Niemand kann sich den Jüngern des Kultes entziehen.

Doch seltsamerweise zeigen einige der Nachbarn Stygiens eher weniger Furcht. Da wären die dunkelhäutigen Kushiten, die kannibalischen Darfari im Süden und im Norden die sehr einflussreichen Händler Shem-stygischer Herkunft. Der Glaube an Set ist wie in Stein gemeisselt in diesem Land und ein jeder welcher nicht diesem Glauben folgt ist im Grunde eine niedere Kreatur für dessen Anhänger, da sie noch nicht die einzige Wahrheit erkannt haben welche sich in der dunklen Macht Sets spiegelt. Fremde  und Ungläubige sind in diesem Sinne nur eine Haaresbreite von den Ketten der Sklaverei entfernt sollten sie sich unvorbereitet in dieses Land wagen.

Wie jedes Wüstenland ist auch Stygien eine Einöde und kein schöner Platz zum Leben. Viele unvorbereitete Abenteurer wagten es ohne genügend Wasser und Proviant in diese Wüste aufzubrechen und sind nie wiedergekehrt, vom Erdboden verschluckt. Falls sie nicht von Skorpionen oder Schlangen ausgemerzt wurden so tat das Land sein Übriges, sollten sie es gewagt haben ohne einen Einheimischen Führer ihre Reise anzutreten. Doch ist es gar nicht einmal so einfach solch einen zu überreden, denn viele von ihnen trauen Fremden nicht oder sie dürfen ihnen gar nicht erst Helfen. In anderen Ländern mögen diese Sitten der Diskriminierung verabscheut und als Nachteil empfunden werden, doch hier in Stygien ist es einfach eine Tatsache. Denn sofern es die Aristokraten und die Priesterschaft betrifft ist man ja nicht auf den Reichtum der Fremden angewiesen.

Doch warum stellen sich Fremde diesen Vorurteilen entgegen und riskieren einen schmerzvollen Tod auf dem Sand Stygiens oder gar durch einen Meuchelmörder? Stygien ist machtvoll und auch reich, doch sind viele der Schätze in weit über das Land verstreuten Gräbern und Tempeln versteckt. Doch vielleicht findet sich der eine oder andere Abenteurer, welcher genug Mut aufweist den Unmut der Götter auf sich zu ziehen um an diese Schätze zu gelangen.

Diese dunklen Mächte haben im Laufe der Zeit schon viele Formen und Gestalten angenommen und sich über ganz Stygien ausgebreitet. Ob Herrscher oder Kriegsherr, ob Dämon oder Biest, viele Kreaturen haben in Stygien ein zu Hause gefunden und obwohl an manchen Orten dieser Schatten eingedämmt werden kann, so gibt es doch unzählige Meilen sandiger Einöde in Stygien. In dieser Einöde ist genug Platz für Verrat, Tod und - für die tapfersten Seelen - Abenteuer.